Förderung Sanierung Bayern 2026: Alle Zuschüsse & Programme
Eine energetische Sanierung ist eine große Investition – doch der Staat hilft kräftig mit. In Bayern profitieren Sie gleich von drei Förderebenen: Bundesförderung (KfW/BAFA), Landesprogramme und kommunale Zuschüsse. Wir zeigen Ihnen, welche Fördermittel 2026 verfügbar sind und wie Sie das Maximum herausholen.
Die wichtigsten Förderprogramme im Überblick
1. BEG – Bundesförderung für effiziente Gebäude
Das wichtigste Förderprogramm für energetische Sanierungen:
Einzelmaßnahmen (BAFA): Zuschüsse für Dämmung, Fenster, Heizung, Lüftung
Effizienzhaussanierung (KfW): Zinsgünstige Kredite + Tilgungszuschuss
Förderquote: 15 – 45 % der förderfähigen Kosten
2. KfW-Programm 261/262 – Wohngebäude
Kredit: Bis zu 150.000 € pro Wohneinheit (Effizienzhaus)
Tilgungszuschuss: 5 – 25 % (je nach erreichtem Effizienzhaus-Standard)
Effizienzhaus 85: 5 % Tilgungszuschuss
Effizienzhaus 70: 10 % Tilgungszuschuss
Effizienzhaus 55: 15 % Tilgungszuschuss
Effizienzhaus 40: 20 % Tilgungszuschuss
Erneuerbare-Energien-Klasse: Zusätzlich 5 % Bonus
3. BAFA – Einzelmaßnahmen
Zuschüsse ohne Kreditaufnahme – direkt aufs Konto:
Wärmedämmung (Fassade, Dach, Kellerdecke): 15 % Zuschuss (max. 60.000 €/Wohneinheit)
Fensteraustausch: 15 % Zuschuss
Heizungsoptimierung: 15 – 20 % Zuschuss
Wärmepumpe: 25 – 40 % Zuschuss (je nach Typ und Austauschbonus)
Lüftungsanlage: 15 % Zuschuss
iSFP-Bonus: Zusätzlich 5 % bei Vorlage eines individuellen Sanierungsfahrplans
Bayerische Landesprogramme
Bayerisches Wohnungsbauprogramm
Zinsgünstige Darlehen für Modernisierung
Besonders attraktiv für Familien und einkommensschwächere Haushalte
Antragstellung über die Bayerische Landesbodenkreditanstalt
10.000-Häuser-Programm (Nachfolge)
Förderung für Heizungstausch und Speichertechnologie
Kombination mit Photovoltaik und Batteriespeicher
Bis zu 4.500 € Zuschuss
Bayerische Denkmalförderung
Zuschüsse für denkmalpflegerischen Mehraufwand
Steuerliche Absetzbarkeit nach § 7h/7i EStG
Besonders relevant für Altbauten in der Augsburger Innenstadt
Kommunale Förderung in Augsburg
Die Stadt Augsburg bietet zusätzliche Fördermöglichkeiten:
Energieberatung: Kostenlose oder vergünstigte Erstberatung über die Energieagentur
Klimaschutz-Förderung: Zuschüsse für besonders klimafreundliche Maßnahmen
Fassaden- und Hofbegrünung: Zuschüsse der Stadt Augsburg
Tipp: Kommunale Förderungen sind oft wenig bekannt und daher gut verfügbar. Fragen Sie bei der Stadt Augsburg nach aktuellen Programmen.
Welche Maßnahmen werden gefördert?
Wärmedämmung: Außenwände, Dach, Kellerdecke, oberste Geschossdecke
Fenster und Türen: Austausch gegen energieeffiziente Modelle
Heizung: Wärmepumpe, Brennstoffzelle, Solarthermie, Biomasseheizung
Lüftung: Anlagen mit Wärmerückgewinnung
Smart Home: Heizungssteuerung und Energiemanagementsysteme (als Teil der Gesamtmaßnahme)
Baubegleitung: Energetische Fachplanung und Baubegleitung (50 % Zuschuss, max. 5.000 €)
Förderung richtig beantragen: 5 goldene Regeln
Vor Auftragsvergabe beantragen – Nach Vertragsschluss gibt es kein Geld mehr! Ausnahme: Energieberater darf vorher beauftragt werden
Energieberater einbinden – Für BAFA-Einzelmaßnahmen ist ein dena-zertifizierter Energieberater Pflicht
Programme kombinieren – BAFA + Landesprogramm + kommunale Förderung = maximale Förderquote
Fristen einhalten – Maßnahmen müssen innerhalb von 24 Monaten nach Bewilligung umgesetzt werden
Dokumentation aufbewahren – Rechnungen, Nachweise und technische Datenblätter 10 Jahre archivieren
Rechenbeispiel: Fassadendämmung + Fenstertausch
Kosten Fassadendämmung: 25.000 €
Kosten Fenstertausch: 12.000 €
Gesamtkosten: 37.000 €
BAFA-Zuschuss (15 %): 5.550 €
iSFP-Bonus (5 %): 1.850 €
Steuerliche Absetzung (alternativ): 20 % über 3 Jahre = 7.400 €
Effektive Kosten: ab 29.600 € (BAFA) oder 29.600 € (Steuer)
Förderung oder steuerliche Absetzung?
Sie können wählen – aber nicht beides kombinieren:
Zuschuss (BAFA/KfW): Sofortige Entlastung, geringerer Steuervorteil
Steuerliche Absetzung (§ 35c EStG): 20 % über 3 Jahre absetzbar, kein Antrag nötig, aber Vorfinanzierung
Faustformel: Bei hohem Einkommen lohnt sich die steuerliche Absetzung oft mehr. Bei geringerem Einkommen ist der direkte Zuschuss besser.
Häufige Fehler bei der Förderung
Zu spät beantragen – Der Antrag MUSS vor dem Vertragsschluss gestellt werden
Falsche Handwerker – Für BAFA-Maßnahmen muss der Handwerker als Fachunternehmen registriert sein
Anforderungen nicht einhalten – U-Werte und technische Mindestanforderungen genau beachten
Kombination übersehen – Viele Bauherren nutzen nur ein Programm statt alle verfügbaren zu kombinieren
Fazit
Weiterführende Ratgeber
Renovierung Kosten pro m² – Was kostet Ihre Sanierung pro Quadratmeter?
Altbausanierung: 10 Tipps – So vermeiden Sie typische Fehler bei der Altbausanierung
Fazit
2026 bietet hervorragende Fördermöglichkeiten für Sanierungen in Bayern. Mit der richtigen Strategie können Sie bis zu 45 % der Kosten durch Zuschüsse und steuerliche Vorteile decken. Wir unterstützen Sie bei der Planung und empfehlen Ihnen gerne zertifizierte Energieberater aus unserem Netzwerk. Kontaktieren Sie uns für eine kostenlose Erstberatung!
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